Besuch im Labor der Metallurgie an der Montanuniversität Leoben

Im vierten und fünften Jahrgang der HTL ist Werkstoffprüfung ein wesentlicher Inhalt im Laborunterricht. Dabei befassen sich die SchülerInnen mit Härteprüfung, Zugprüfung, Schliffvorbereitung und Mikroskopie. Deshalb machten sich die SchülerInnen des 4. Jahrgangs Waffen- und Sicherheitstechnik und einige Diplomanden der Fertigungstechnik am 18.12.2017 auf den Weg nach Leoben, wo sich die Möglichkeit bot, Mikroskopie und Gießerei des Departments Metallurgie an der Montanuniversität zu besuchen.

Für unseren Besuch stellten Prof. Susanne Michelic und Prof. Christian Bernhard ein umfangreiches Programm zusammen. In diesem Rahmen erhielten die SchülerInnen zuerst durch Prof. Christian Bernhard einen umfassenden Einblick in den Kreislauf der Metalle - von der Gewinnung über die Herstellung und Bearbeitung bis hin zum Recycling. Nach diesem interessanten Einführungsvortrag ging es in Kleingruppen von 5 SchülerInnen in die Labore. In einem fünfstufigen Stationenbetrieb ging es zunächst in die Gießerei, wo Stahlproben im induktiven Schleuderguss hergestellt werden. In der Mikroskopie wurde die Probenvorbereitung besprochen, die Einsatzgebiete für verschiedene Stahllegierungen diskutiert und unterschiedliche Stahlproben im Lichtmikroskop betrachtet. Beim Rasterelektronenmikroskop geht die Reise weiter in kleinste Dimensionen. So können dort Einschlüsse in der Größenordnung von einigen Nanometern betrachtet und deren Zusammensetzung bestimmt werden. Ein Highlight ist das Hochtemperatur Laserscanning Konfocalmikroskop. Dieses Mikroskop macht es möglich, dass Metalle bei Temperaturen von ca. 1500 °C untersucht und gefilmt werden können. Fasziniert konnten die Phasenumwandlungen von Stahl in Echtzeit beobachtet und interpretiert werden. Die letzte Station führt zu den Studienmöglichkeiten an der Montanuniversität und den daraus resultierenden Jobchancen. Hier hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, sich im Schauraum im digitalen 3D Stahlwerk zu bewegen und so die Teilgebiete der Stahlherstellung zu erkunden. Außerdem gab es umfangreiche Informationen zum Studium der Metallurgie und zu den vielfältigen Jobchancen und Einsatzgebieten eines Metallurgen.

Natürlich wird man bei so viel Information hungrig. Daher wurde die Einladung zu einem Mittagessen in der Mensa gerne angenommen. Nach dem Besuch der Labors fand man sich im Hörsaal der Metallurgie zur Abschlussbesprechung ein und machte sich um 15:30 wieder auf den Weg nach Ferlach.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Prof. Christian Bernhard und Frau Prof. Susanne Michelic und den MitarbeiterInnen der Metallurgie für die Einladung, die nette Betreuung und die detaillierten Inhalte sowie die Proben, die für den weiteren Einsatz im Labor übergeben wurden.

DI Dr. Monika Grasser

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