Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Industriedesign (5 Jahre mit Reife- und Diplomprüfung)

Die Schwerpunktsetzung im Maschinenbau Industriedesign ist die Antwort auf die Anforderungen innovativer und nachhaltiger Produktentwicklung. Als IndustriedesignerIn arbeitest du an einer Idee für ein spezielles Produkt oder Objekt, um damit zukunftsweisende Änderungen und Innovationen zu gestalten. In den Entwurf fließen auch technische, soziale und ökologische Aspekte mit ein. Design, Visualisierung und Modellbau einer konkreten Idee bilden dann die Grundlage für die Weiterentwicklung und eine industrielle Umsetzung.

Im Vordergrund unserer Ausbildung steht das ganzheitliche Verständnis für den gesamten Designprozess: von der Idee weiter zur Zeichnung, über die 3D-Konstruktion bis hin zum Prototypenbau.

Der analogen Design-Phase mittels Stift und Papier, folgt die Nutzung von digitalen und handwerklichen Ressourcen als Grundlage für den Modell- bzw Prototypenbau. Das Arbeiten am Computer wie auch mit diversen Materialien wie Holz, Kunststoff, Metall und alternativen Werkstoffen bildet eine wichtige Basis im Industriedesign. Aber nicht nur ein Modell, auch Zeichnungen, 3D Visualisierungen, Plakate, Präsentationen und Broschüren sind wichtige Werkzeuge des/der IndustriedesignersIn.

Die Schwerpunktausbildung Industriedesign fokussiert sich basierend auf dem klassischen Maschinenbau auf folgende Fachbereiche:

  • Darstellungstechnik mit Stift und digitalen Werkzeugen
  • Multimediadesign und Präsentationstechnik
  • Produktdesign in Hinblick auf Funktionalität und Gestaltung
  • Einsatz von 3D Druck und teilautomatisierten Fertigungsprozessen für den Modellbau
  • Einsatz von alternativen und neuen Materialien
  • Italienisch und Englisch für grenzenlose Bildung

Mehrwert der Ausbildung

Die AbsolventInnen der Fachrichtung Industriedesign können basierend auf der Ausbildung eines/einer MaschinenbauerIn die Gestaltung von Produkten dahingehend entwickeln, dass Aspekte der Ästhetik, der Handhabung und der Nachhaltigkeit einfließen. Dabei bleiben der Herstellungsprozess und die Anwendung im Blickfeld der Gestaltung. Im Besonderen werden auch sprachliche wie auch soziale Kompetenzen und Kreativität durch Präsentation und Projektarbeiten stark gefördert.

Wir bieten dir:

  • Einzige HTL in Kärnten für Industriedesign
  • Kombination aus Maschinenbau und kreativer Gestaltung
  • Beste Berufsaussichten nach der Matura durch diese Kombination
  • Top bezahlte Jobs als DesignerIn, TechnikerIn bzw. IngenieurIn
  • Kreative Ausbildung als Grundlage für die Arbeit an Designprojekten
  • Innovative Unterrichtsprojekte durch Kooperationen mit Firmen
  • Projekterfahrung durch Teilnahme an nationalen und internationalen Projekten
  • Studium an allen Universitäten und Fachrichtungen möglich
  • Berufsbegleitendes sowie fortführendes Studium österreichweit möglich
  • Vorbereitung für Studien mit Schwerpunkt Design, Kunst und Technik
  • Zusammenarbeit mit Kolpingheim in Ferlach

Wir erwarten:

  • Freude an Kreativität, Technik und Sprachen
  • Spaß am Umgang mit analogen und digitalen Gestaltungswerkzeugen
  • Interesse an Modellbau
  • Selbstständiges Arbeiten wie auch Teamfähigkeit
  • Interesse an Innovation und Nachhaltigkeit

Nach absolvierter Ausbildung an unserer Schule können folgende mögliche Berufe als unselbständig Beschäftigte ergriffen werden. Diese Auflistung dient als beratende Hilfestellung, wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und verweisen auf weitere untenstehende Ausführungen:

  • ProduktdesignerIn
  • Technische/r DesignerIn
  • MediendesignerIn
  • CAD- KonstrukteurIn und technische/r BeraterIn
  • Technischer ProjektmitarbeiterIn/leiterIn

Mit der Ablegung der Reife- und Diplomprüfung erwerben die AbsolventInnen die im Lehrplan definierten Kompetenzen und Qualifikationen. Es ist darauf hinzuweisen, dass für die berufliche Tätigkeit in der Selbständigkeit oder als unselbstständig Beschäftigte/r (wie z.B. Tätigkeit als Gutachter) selbstverständlich zusätzliche Prüfungen bzw. weitere Qualifikationen erforderlich und bei externen Stellen abzulegen sind.

Mit dem Erwerb der Reife- und Diplomprüfung an einer höheren technischen Bundeslehranstalt erwirbt jeder Absolvent/jede Absolventin diverse Berechtigungen (z.B. Berechtigungen gem. Ingenieurgesetz, Berufsausbildungsgesetz, Gewerbeordnung, Berechtigungen in der EU, Einstufung gem. NQR-Gesetz), die auf den jeweiligen Reife- und Diplomprüfungszeugnissen separat angeführt sind.

Produktdesigner

Am Anfang der Tätigkeiten steht oft nur ein Thema oder Auftrag. Für die Entwicklung eines innovativen Produktes arbeitet der/die IndustriedesignerIn intensiv mit Kunden zusammen, um die Bedürfnisse des Marktes zu erkennen. Damit ein technisch ausgereiftes Produkt entsteht, ist er/sie auch in der Forschung und Entwicklung tätig.

Technische/r DesignerIn

Technische Designer erstellen und modifizieren 3D-Modelle und Dokumentationen für Bauteile und Baugruppen auf der Grundlage von gestalterischen und technischen Vorgaben.

MediendesignerIn

Hier kann man unter anderem bei einem Fotografen, in einer Werbeagentur, bei Verlagen oder in Werbeabteilungen von Betrieben arbeiten und zum Beispiel Infografiken, Visualisierungen, Illustrationen, Logos für Visitenkarten, Broschüren oder Geschäftsdrucksorten gestalten.

CAD KonstrukteurIn und technische/r Berater

Der/Die KonstrukteurIn entwickelt Maschinen und Anlagen, berechnet alle dafür notwendigen Bauteile und erstellt auch die notwendigen Zeichnungen. Dabei arbeitest du meist am Computer, bist aber auch bei Kunden vor Ort in der Fertigung tätig.

Technische/r ProjektmitarbeiterIn/leiterIn
Je nach Projekt in einer Firma stellt der/die ProjektleiterIn unterschiedliche Teams zusammen und verteilt die Aufgaben unter seinen Mitarbeitern. Er/sie ist verantwortlich für die Einhaltung des Terminplanes und für das Erreichen der vorgegebenen Ziele. Dafür schafft der/die ProjektleiterIn die notwendigen Rahmenbedingungen und sorgt für die erforderlichen Ressourcen


Arbeitsmittelbeitrag:
Es wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Ausbildung in den einzelnen Jahrgängen in allen Ausbildungsbereichen seitens der Erziehungsberechtigten Arbeitsmittelbeiträge, die jährlich je nach Ausbildungsschwerpunkt kalkuliert werden, zu bezahlen sind. Der Arbeitsmittelbeitrag deckt die Materialkosten für die Übungsstücke in den Werkstätten im jeweiligen Schuljahr ab. Bei Rückfragen zu den Arbeitsmittelbeiträgen stehen Ihnen die jeweiligen Werkstättenleiter oder die Direktorin jederzeit zur Verfügung.


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