1. Platz: Bundessieger in der Kategorie Design: Smart Kitchen

Zum wiederholten Mal gewinnt die HTL Ferlach – Industriedesign den 1. Platz im Bundesfinale bei JUGEND INNOVATIV in der Kategorie DESIGN heuer mit dem Diplomarbeitsprojekt „Smart Kitchen Devices for Philips“: Eine kabellose Küchengerätefamilie mit gemeinsamer Basisstation soll die Lust aufs regionale, nachhaltige Kochen auch bei wenig Zeit erwecken. Das Ferlacher Projektteam entwickelte sie nach einer unkonventionellen Methode. Das Schülerteam der 5. Klasse HTL für Industriedesign arbeitet im Abschlussjahr an der Aufgabenstellung in Kooperation und im Auftrag der Firma Philips.
Ebenfalls kann der Anerkennungspreis in der Kategorie DESIGN an die HTL Ferlach geholt werden: Die Diplomarbeitsgruppe Urban Green Bamboo Bicycle konnte den Anerkennungspreis sichern: Mit Rad und CAD. Fahrradfahren ist sowieso schon gut für die Umwelt. Dank eines Projekts der HTBLVA Ferlach können sich Kundinnen und Kunden jetzt elegante Räder aus abbaubarem Material selbst designen.

Anbei finden Sie kurze Projektbeschreibungen ber beiden ausgezeichneten Projekte:

Smart Kitchen Devices for Philips
Zu Hause ausgezogen, erstmals eine eigene Wohnung, ein freies Leben – die Verlockung ist groß, Abend für Abend die Mikrowelle oder die Bestell-App anzuwerfen. Zeitsprung nach vorne: 60 Jahre später, wohlverdienter Ruhestand, gleiche Gefahr. Dabei zeigt eine Umfrage des Projektteams der HTBLVA Ferlach, dass 70 Prozent der Befragten durchaus selber kochen wollen und dass sich dabei alle bewusster, nachhaltiger und gesünder ernähren möchten. Nur Zeit haben sie keine dafür.

Junge Leute einerseits, Seniorinnen und Senioren anderseits sind die Zielgruppen der Designs, mit denen Jonas Fleischhacker, Luka Gavran, Marco Gössmann, Wolf Lass und Fabienne Matschnig diesen Widerspruch aufheben möchten. Basierend auf einem neuen kabellosen Energieantrieb des Projektpartners  Philips entwickeln sie eine Reihe von innovativen und praktischen Produkten, die alle auf derselben Basisstation  wohnen und smart miteinander – und mit den Kochenden, die ein bisschen Arbeit schon selbst hineinstecken dürfen – interagieren.

Nichts anbrennen ließ das Team übrigens in der Zusammenarbeit, wo eine ganz ausgekochte Strategie zur Kreativitätsförderung zum Einsatz kam: Eine neue Idee wurde nicht von der Person ausführlich erklärt, der sie eingefallen war, sondern von einer anderen.

So entstanden Produkte wie der Dunstabzug, der multifunktionale Nahrungs-Zubereiter mit ungefährlichem Zerkleinerer, der superschlaue Kochtopf und der nicht weniger gescheite Löffel – die Letzteren können unter anderem durch Farbwechsel anzeigen, wie heiß es gerade hergeht. Neben dem hierzu verwendeten „Smart Material“ bestehen die Teile aus elegantem Epicurean-Kunstholz. Da läuft einem schon beim Ansehen der Küchengeräte das Wasser im Munde zusammen, bevor überhaupt noch etwas zu essen drinnen gelandet ist! Fotocredit: © Team "Smart Kitchen Devices for Philips"

Aus dem Foto des Siegerteams sehen Sie die SchülerInnen von links nach rechts: Jonas Fleischhacker, Marco Gössmann, Wolf Lass, Luca Gavran, Fabienne Matschnig.

Urban Green Bamboo Bicycle
And the Oska goes to ... alle, die sich selbst ein leichtes und nachhaltiges Fahrrad bauen möchten! Den Namen „Oska“ gaben Angelina Djukic, Lukas Gabesam, Japleen Khurana und Alina Schweighofer nämlich dem Designkonzept für Bambusfahrräder, das sie für ihre Arbeit an der HTBLVA Ferlach verwirklicht haben. Damit stehen die vier in bester lokaler Tradition: 1896 reichte die in der Kärntner Büchsenmacherstadt Ferlach die Firma Grundner & Lemisch das erste Patent für Fahrräder aus Bambus ein.

Für den Rahmen lässt sich kaum ein leichteres und dennoch robustes Material vorstellen als Bambus. Aber wie die einzelnen Teile verbinden? Mit dieser Frage befasste sich das Quartett, um von teuren Metallverbindern abzukommen. Nachhaltigkeit steht im Vordergrund, auch die Einfachheit der Herstellung war ein wichtiger Faktor.

Die ästhetisch wie technologisch elegante Lösung ist eine Kombination aus 3D-Druck mit Ligninfilamenten und Spritzguss. Das in CAD-Programmen gestaltete und ausgedruckte Verbindungselement wird mit mittels Bio-Harz mit dem Bambusrahmen verbunden. Ein eigens kreierter „Konfigurator“ berechnet in Windeseile alle Maße, unter anderem die richtigen Winkel, je nach gewünschter Rahmenart und tatsächlichem Gewicht der Radlerin oder des Radlers. Das Design des Rahmens wird dann harmonisch an jenes der Verbindungselemente angepasst.

So können die knapp 100 Personen, die vom Projektteam zu ihren fahrradspezifischen Vorlieben befragt wurden, die Bauanleitung für ihren individuellen Oska demnächst nach Hause geschickt bekommen. Die Umfrage ergab, dass für die überwiegende Mehrheit der Drahtesel ein Freizeitprodukt ist. Wobei: In Abwesenheit von Metall gehört der Ausdruck „Drahtesel“ gehört für dieses Produkt nun endgültig der Vergangenheit an. Zumindest in der Bambuszentrale Ferlach. Fotocredit: © Team "Urban Green Bamboo Bicycle".

 

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